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Samstag, 19. Februar 2022

Kyys - Schamanin | Film | Dokumentation | UpDate

Kyys Kleidung

Es wird angenommen, dass die Mumie eine Schamanin ist.

Sie wurde mit drei Schichten Kleidung und zwei Leder-schnüren gefunden, die sie umgaben. Gefunden im Grab von Kyys Ounouogha („das Grab der jungen Frau“) von einem gemeinsamen französisch-russischen Team in Jakutien im Nordosten Russlands. weiterLesen


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Donnerstag, 27. August 2020

Berelekh | Berelekhsky | Bereleech | Mammut Friedhof | Sacha-Jakutien

 Berelekh | Mammutfriedhof | Jakutien

Die Fundstelle liegt etwas südlich von 71 ° N am Fluss. Berelekh, der linke Nebenfluss der Indigirka.

Das Alter auf etwa 12,5 bis 14.000 Jahre geschätzt - das späte Stadium des Spätpaläolithikums, aber eine ältere Zeit ist nicht ausgeschlossen.


Bis zur Eröffnung des Yana-Geländes galt Berelekh als der nördlichste Fundstelle des Paläolithikums der Welt

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Sacha-Jakutien | Website


Freitag, 5. Januar 2018

[42] Erinnerungen - A.J. Uwarowskij | Otto Böhtlingk und Jakutien

Jakuten |  Sibirien |  Tungusen |  Samojeden |  Pelz |  Lithographie |  1898 | source

Nachdem die Führer die Rennthiere eingefangen und sie "sammt und sonders herbeigeführt hatten, legten sie ihnen die Packsättel auf; hierauf beluden wir die Rennthiere und brachen bei Sonnenaufgang auf, nachdem wir zuvor die Jurte weggeräumt, die zusammengenähten Häute aufgerollt, die am Abend aufgebundenem Geschirre und Taschen zusammengebunden und umbunden, und alle Sachen weggeräumt hatten.

Auf diese Weise reisten wir im Verlaufe des ganzen Winters, sieben Monate hindurch, ohne eine Nacht in einem warmen Hause zuzubringen: Nur an drei Versammlungsorten, an denen wir zu zwei Tagen Halt machten, sahen wir jedes Mal etwa 10 Jurten Tungusen.

Die ganze Ausdehnung, dieser sich auf 200 Kös erstreckenden Landschaft besteht aus dichtem Gehölz Steingebirgen und Flüssen; niemals findet sich ein Weg.

Tungusischen Führer kennen jeden Fluss, jeden Bach bei Namen und gelangen an den Ort, wohin sie gehen, ohne Schwierigkeit und ohne sich zu verirren. An manchen Orten fällt der Schnee einen gestreckten Faden hoch : diesen Schnee brechen sie, indem sie auf Schneeschuhen die unbeladenen Rennthiere führen. Durch das dichte, undurchdringliche, drei bis vier Werst lange niedrige Gebüsch kommt man zu Fuss; indem man es mit seinen Messern niederhaut. An solchen beschwerlichen Orten legt man an einem Tage nicht mehr als einen Kös zurück.

Donnerstag, 13. Oktober 2016

[41] Erinnerungen - A.J. Uwarowskij | Otto Böhtlingk und Jakutien

Tunguse encampment | Victor Adam | source 

Diese kegelfömige Jurte bewarf man rund herum mit Schnee, nur auf einer Seite, bleibe eine kleine Öffnung, damit man, wenn man sich bückte, mit genauer Noth hinein – und hinausgehen konnte. Hierauf hiebe man eine Menge feiner Zweige ab ab und breitete dieselben im Innern der Jurte rund herum hoch auf einander aus, über diese breitete man ein Lager aus fest zusammengerollten und gebundenen Thierhäuten aus, machte mit dem feingespalteten Holze in der Mitte der Jurte Feuer an und schmolz Schnee, den man in Kessel und in den Theekessel gepfropft hatte.

Bis wir diesen Schnee schmolzen, Thee und Abenbrot kochten, tranken und assen, und bis wir uns auskleideten und einschliefen, wurde es Mitternacht. Bis dahin war vom angemachten Feuer und vom Brennen des lockeren Grundes ein so fressender dichter Rauch, dass er Einem die Augen schnitt und diesen das Sehen unmöglich machte, und dass das Innere unserer Jurte nicht sichtbar war.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Jakutenpferde durchliefen Instant-Evolution

Jakutenpferd in OymyakonFoto: Maarten Takens. Lizenz: CC BY-SA 2.0.
Zuchttiere entwickelten sich im kalten Klima innerhalb kurzer Zeit zu Quasi-Wildpferden.

Die Jakuten sind ein Turkvolk, das etwa eine halbe Millionen Menschen zählt und im Norden Sibiriens lebt. Dem aktuellen Stand der Forschung nach stammen sie aber nicht von dort, sondern zogen - anders als andere Turkvölker - nicht nach Süden und Westen, sondern nach Norden, wo sie die vorher dort lebenden Tungusen verdrängten. Als möglicher Grund für die Nordwanderung im Spätmittelalter kommt eine Ausbreitung der Mongolen in ihrer ursprünglichen Heimat westlich des Baikalsees in Betracht.

In der neuen Heimat der Jakuten, die zur Hälfte oberhalb des nördlichen Polarkreises liegt, war es deutlich kälter als in ihrer alten - im Winter bis unter minus 70 Grad Celsius. Das führte dazu, dass sich die Pferde, die dem Volk nicht nur als Reit- und Zugtiere dienen, sondern auch gemolken und gegessen werden, zu Quasi-Wildpferden zurückentwickelten (oder zurückgezüchtet wurden), wie eine in PNAS veröffentlichte gemeinsame Studie von Wissenschaftlern aus acht Ländern zeigt.


Mittwoch, 10. Juni 2015

Wetter || TIKSI | Jakutien | Yakutia | Sacha-Jakutien | Sacha | Sakha

[40] Erinnerungen - A.J. Uwarowskij || Otto Böhtlingk und Jakutien

Zelt der Ewenken | source

Am vierten Tag brachten unserer Führer mit genauer Noth 6 aufgefundene Rennthiere, die übrigen waren bis auf die Spur verloren gegangen. Nachdem wir, sogleich nach der Ankunft unserer Führer mit den Rennthieren, unser, in drei Finger dickes Eis und Schnee verwandeltes dünnes Zelt mit grosser Mühe zum Auftauen gebracht hatten, machten wir uns den selben Tag auf den Weg.

Der September-Monat ist, wie ich oben bemerkt habe, zum Reisen ausserordentlich ungünstig: die von Gras durchwachsenen Flüsse, die Ausflüsse der Seen und die Oberfläche des schmutzigen Wassers gefrieren ein oder zwei Finger dick und werden mit Schnee bedeckt; sobald das Rennthier auftritt, bricht das Eis, nicht im Stande die Last zu tragen entzwei; das Rennthier fällt bisweilen so durch, dass es ganz verschwindet, und wer darauf reitet, fällt mit ins Wasser, wenn er auch noch so vorsichtig zu Werke geht.

Dienstag, 19. Mai 2015

Freitag, 20. Februar 2015

[39] Erinnerungen - A.J. Uwarowskij || Otto Böhtlingk und Jakutien

Russischer Photograph: Das Rentier, eine Methode in Sibirien zu reisen | source

Zu unser Aller Glück kam er, da er zu schwimmen verstand, vom Grunde des Wasser wieder nach oben. Unterdessen hatte ihn der Schlag der Strömung auf eine flache Stelle geführt und ihn auf die Füsse gestellt; nachdem er hier, bis zum Hals im Wasser stehend, ausgeruht hatte, machte er sich auf den Weg nach Udskoi. Ich bliebe mit meinem Kosaken auf der anderen Seite des Flusses und zündete, wegen der Menge von Bären, an mehreren Stellen Feuer an.

Bei Sonnenuntergang sahen wir zu unsrer Freude zwei Menschen mit Kähnen herankommen. Als wir von ihnen über den Fluss gesetzt worden waren, gelangten wir um Mitternacht, ohne einen trockenen Faden an unsern Kleidern zu haben, nach Udskoi, nachdem wir zwei ganze Tage nichts in den Mund gesteckt hatten. Auf diese Weise gingen wir auf unserem Gang während sieben Tagen beständig in nassen Kleidern. Dessen ungeachtet wurde niemand  von uns krank. Unsre zweite Reise von Udskoi war schlimmer als diese.

Montag, 19. Januar 2015

Musher Schule in Jakutien | Schamanenbaum

Foto by Ajar Varlamov/YakutiaPhoto.com

Gestern hat ein Ausflug zum Schamanen Baum im Rahmen einer Winterreise «Musher Schule in Jakutien» stattgefunden. Das ist ein 2-stündiger Ausflug in malerischer Umgebung von Jakutsk, gute Entspannung mit freundlichen jakutischen Laikas. 

source & more: YakutiaPhoto.com 

Montag, 13. Oktober 2014

[38] Erinnerungen - A.J. Uwarowskij || Otto Böhtlingk und Jakutien

Kosake | Pelzjäger
In der Folge war unser ganzer Reisevorrath zu Ende gegangen und unsere  Kräfte geschwunden. Bis zur Grenzfeste blieben zu Wasser drei, durch den Wald 1 ½ Kös nach.

Auf das Wort unserer Führer, dass die drei bis vier Bäche, die sich von der Seite ergössen, kein grosses Hindernis beim gang durch den Wald verursachen würden, stand ich am Morgen bei Sonnenaufgang auf, nahm eine Flinte und ein Beil mit und machte mich mit dem Kosaken und einem Führer zu Fuss auf den Weg durch den Wald, um auf irgend eine Weise am Abend anzukommen und den im Boot zurückgebliebenen Leuten zu Wasser Speise zuzuschicken.

Wir erreichten diesen unseren Vorsatz nicht: als wir uns vom unserm Boot entfernt hatten und eben ½ Kös gegangen waren, stiessen wir auf den ersten und in den Weg kommenden Bach der sich von der Seite ergoss und dessen Wasser bis zum Wald ausgetreten war. Indem wir ihn an der Quelle umgingen und ihn hier, bis an den Gürtel im Wasser watend, überschritten, verloren wir die Hälfte unseres Tages.