Posts mit dem Label Klimawandel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Klimawandel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 3. April 2014

Tauende Dauerfrostgebiete bereiten russischer Ölindustrie Probleme

Das Auftauen der Dauerfrostböden in arktischen Gebieten gefährdet nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums die russische Ölproduktion.  
Gegenwärtig entfallen rund 63 Prozent des russischen Territoriums (10,7 Millionen km2) auf die Permafrost-Zone. Dort liegen mehr als 70 Prozent der erkundeten Ölreserven und 93 Prozent der Gasreserven. Für den Ausbau der Vorkommen hat Russland in den zurückliegenden Jahrzehnten verzweigte Infrastrukturen errichtet. Durch die globale Klimaerwärmung wandert die Permafrostgrenze nordwärts.
„Die Ölbohranlagen, Pumpstationen und Pipelines sind für bestimmte Temperaturbereiche ausgelegt. Abweichende Klimaverhältnisse können eine ganze Reihe negativer Folgen verursachen“, so das russische Katastrophenschutzministerium in seiner Prognose für 2014. Vor allem die Fundamente der Bauten seien gefährdet.
Negative Auswirkungen des Klimawandels seien vor allem auf der Fernost-Halbinsel Tschukotka, in Südost-Jakutien und im Westsibirischen Tiefland, aber auch an der Küste der Kara-See und auf der Doppelinsel Nowaja Semlja zu befürchten.

Sonntag, 7. April 2013

Erkenntnisse aus dem Urschlamm

Erkenntnisse  aus dem Urschlamm

5. April 2013 Bernhard Diekmann, für Russland HEUTE
 
Was über die Jahrtausende in die Seen Sibiriens gespült wurde, lässt Aussagen darüber zu, wie sich das Klima verändert hat – und was wir in Zukunft zu erwarten haben.
  
Jakutsk im März 2013. Die Frühlingssonne macht sich bemerkbar bei ostsibirischer Kälte. Es ist für hiesige Verhältnisse nicht mehr extrem kalt (-40 bis -50 °C), sondern nur noch sehr kalt. Sieben russische Forscher unter Leitung der Professorin Ljudmila Pestrjakowa von der Universität Jakutsk und sechs deutsche Geologen von der Forschungsstelle Potsdam 
des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung brechen auf zum Bolschoje-Toko-See im äußersten Südosten der Provinz Jakutien.

Der Weg der beiden vollbepackten Lastwagen führt zunächst über den vereisten Fluss Lena und weiter 600 Kilometer nach Süden. Bei Nerjungri geht es auf die Winterpiste Richtung Osten, 350 Kilometer am Fuß des 2400 Meter hohen Stanowoi-Gebirges. mehr

Donnerstag, 28. März 2013

Elfenbein im Permafrost: Die Mammut-Jäger

Die Beute des Mammut-Elfenbein im äußersten Norden Jakutien
Mammut-stoßzähne wieder aus dem permafrost mit schweren Arbeit Suchenden. Ihre Beute ist ziemlich kompliziert, da oft altes Material liegt in der sumpfigen stellen, auf dem Boden der Flüsse, in der Tundra. Oft sind die stoßzähne finden an den ufern von Bächen, Seen und Schluchten. Zu extrahieren, die ein Artefakt добытчику zwischen wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen nonstop Ausgrabungen. Bevor abholen Gefundene Material, Jäger Stoßzähnen Wurf in выкопанное Loch Silber Schmuck oder farbigen Kugeln, die als Opfer örtlichen Geister.| source
In Russlands fernem Osten taut der Permafrostboden auf, und darin schlummert ein Schatz: Mammutstoßzähne. Weil jedes Kilo Elfenbein Hunderte Euro wert ist, fahnden Sammler nach den wertvollen Stücken. Ein Besuch in Jakutien.

Fünf Monate lang hat Karl Gorochow den Objekten seiner Suche auf der abgelegenen Insel Kotelny in der Ostsibirischen See nachgespürt. Kälte und Hunger setzen ihm zu, sogar Möwen hat er schon gegessen. Wind und Wetter haben die Wangen des 46-Jährigen unter seinem zotteligen rotblonden Bart aufplatzen lassen.

Gorochow läuft die Zeit davon. Schon heulen hier, tausend Kilometer nördlich des Polarkreises, die Schneestürme des Spätsommers über die Insel, der extreme Frost des nordischen Winters rückt bedrohlich näher. Aber als seine Finger und Handflächen zu jucken beginnen, deutet Gorochow das als "gutes Vorzeichen". Das Jucken, sagt er, stellt sich meistens dann ein, wenn er kurz davor ist zu finden, was er sucht: die Elfenbeinstoßzähne eines Mammuts.

Die wollhaarigen Riesen, die den Norden Sibiriens gegen Ende der letzten Eiszeit durchstreiften, starben vor etwa 12.000 Jahren weitgehend aus. Nur einige überlebten auf isolierten Inseln im Eismeer etwas länger. Jetzt, da der Klimawandel den Permafrostboden auftaut, kommen ihre bis zu vier Meter langen gebogenen Stoßzähne wieder zum Vorschein: baumstammdickes Elfenbein, das den Menschen im arktischen Sibirien neuerdings ergiebige Einnahmen verschafft.

Heute sind die Stoßzähne der Mammuts zur wirtschaftlichen Hoffnung für eine Region geworden, die nach der Schließung von Bergwerken und Fabriken aus der Sowjetära weitgehend vernachlässigt wurde. Gefördert wird das Geschäft durch das Verbot, mit Elefantenelfenbein zu handeln. Und nicht zuletzt spielt die globale Klimaerwärmung eine Rolle.

Dienstag, 26. Februar 2013

Klimawandel: Taut Sibirien auf?




Der Boden der Tundra im nördlichen Sibirien ist ganzjährig gefroren. Wenn der Klimawandel das Eis taut, werden Kohlendioxid und Methan frei. Verschlimmert sich dadurch die Erwärmung? Die Wissenschaft sucht nach einer Antwort.
Unendliches Sibirien. Über viele Tausend Kilometer erstreckt sich die eintönige Tundra mit kleinen Gruppen von zwergwüchsigen Lärchen und Kiefern auf einem mit schütteren Kräutern bewachsen Boden. Im Süden schließt sich die Taiga mit ihren endlosen Nadelwäldern an. Die wegen der Kälte dauernd gefrorenen Böden unter dieser Landschaft im hohen Norden Asiens bereiten Forschern Kopfzerbrechen: Bei welchen Klimawerten beginnen sie zu tauen? Und welche Mengen des dort festgehaltenen Kohlenstoffs setzt der Untergrund dann als Treibhausgase Kohlendioxid und Methan frei, die so den Klimawandel zusätzlich anheizen können? Antworten auf diese Fragen suchen Anton Vaks von der Universität Oxford, Oxana Gutareva von der russischen Akademie der Wissenschaften in Irkutsk und Sebastian Breitenbach von der ETH Zürich. Sie analysieren Tropfsteine aus Sibirien und der Wüste Gobi.

weiterLesen