Donnerstag, 27. August 2020

Berelekh | Berelekhsky | Bereleech | Mammut Friedhof | Sacha-Jakutien

 Berelekh | Mammutfriedhof | Jakutien

Die Fundstelle liegt etwas südlich von 71 ° N am Fluss. Berelekh, der linke Nebenfluss der Indigirka.

Das Alter auf etwa 12,5 bis 14.000 Jahre geschätzt - das späte Stadium des Spätpaläolithikums, aber eine ältere Zeit ist nicht ausgeschlossen.


Bis zur Eröffnung des Yana-Geländes galt Berelekh als der nördlichste Fundstelle des Paläolithikums der Welt

weiterLesen

____________________________________

Sacha-Jakutien | Website


Freitag, 5. Januar 2018

[42] Erinnerungen - A.J. Uwarowskij | Otto Böhtlingk und Jakutien

Jakuten |  Sibirien |  Tungusen |  Samojeden |  Pelz |  Lithographie |  1898 | source

Nachdem die Führer die Rennthiere eingefangen und sie "sammt und sonders herbeigeführt hatten, legten sie ihnen die Packsättel auf; hierauf beluden wir die Rennthiere und brachen bei Sonnenaufgang auf, nachdem wir zuvor die Jurte weggeräumt, die zusammengenähten Häute aufgerollt, die am Abend aufgebundenem Geschirre und Taschen zusammengebunden und umbunden, und alle Sachen weggeräumt hatten.

Auf diese Weise reisten wir im Verlaufe des ganzen Winters, sieben Monate hindurch, ohne eine Nacht in einem warmen Hause zuzubringen: Nur an drei Versammlungsorten, an denen wir zu zwei Tagen Halt machten, sahen wir jedes Mal etwa 10 Jurten Tungusen.

Die ganze Ausdehnung, dieser sich auf 200 Kös erstreckenden Landschaft besteht aus dichtem Gehölz Steingebirgen und Flüssen; niemals findet sich ein Weg.

Tungusischen Führer kennen jeden Fluss, jeden Bach bei Namen und gelangen an den Ort, wohin sie gehen, ohne Schwierigkeit und ohne sich zu verirren. An manchen Orten fällt der Schnee einen gestreckten Faden hoch : diesen Schnee brechen sie, indem sie auf Schneeschuhen die unbeladenen Rennthiere führen. Durch das dichte, undurchdringliche, drei bis vier Werst lange niedrige Gebüsch kommt man zu Fuss; indem man es mit seinen Messern niederhaut. An solchen beschwerlichen Orten legt man an einem Tage nicht mehr als einen Kös zurück.

Donnerstag, 13. Oktober 2016

[41] Erinnerungen - A.J. Uwarowskij | Otto Böhtlingk und Jakutien

Tunguse encampment | Victor Adam | source 

Diese kegelfömige Jurte bewarf man rund herum mit Schnee, nur auf einer Seite, bleibe eine kleine Öffnung, damit man, wenn man sich bückte, mit genauer Noth hinein – und hinausgehen konnte. Hierauf hiebe man eine Menge feiner Zweige ab ab und breitete dieselben im Innern der Jurte rund herum hoch auf einander aus, über diese breitete man ein Lager aus fest zusammengerollten und gebundenen Thierhäuten aus, machte mit dem feingespalteten Holze in der Mitte der Jurte Feuer an und schmolz Schnee, den man in Kessel und in den Theekessel gepfropft hatte.

Bis wir diesen Schnee schmolzen, Thee und Abenbrot kochten, tranken und assen, und bis wir uns auskleideten und einschliefen, wurde es Mitternacht. Bis dahin war vom angemachten Feuer und vom Brennen des lockeren Grundes ein so fressender dichter Rauch, dass er Einem die Augen schnitt und diesen das Sehen unmöglich machte, und dass das Innere unserer Jurte nicht sichtbar war.