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Montag, 4. November 2013

Sonntagsgeschichte von Tatjana Kuschtewskaja



Jakutien
Aus dem Ukrainischen

..... Die Zivilisation hatte ihnen Motorboote und Motorsägen gebracht, Syphilis und Wodka, die Ideologien des Betrügens und der Heuchelei. Ihre Glaubensgrundlage aber war die alte geblieben: die Verehrung der heiligen Steine, der Glaube an Geister, die Beschwörungsrituale, die Tradition des Geschichtenerzählens und ihre Auffassung von Ethik .....

..... Ich lauschte, Jakutien ging gleichsam in mich ein und schmiegte sich an mein Herz. Damals hat sich in mir etwas für mein ganzes Leben entschieden. Obwohl ich seine Sprache nicht verstand, begann ich die Worte, die wie Kinderklappern rasselten, und in denen Erlittenes mitklang, zu erkennen ..... 

..... Ich habe den Kampf des Schamanen mit den Geistern miterlebt, die verlangten, die Wöchnerin selbst sollte das Opfer sein. Und als es ihm gelang, ihnen dieses Opfer zu entreißen, verlangten sie von ihm, er solle ihnen einen anderen Menschen als Opfer anbieten. Ich habe gesehen, wie es ihm schließlich gelang, den Geistern ihre Macht zu nehmen ..... 

weiterLesen:  PDF || Sacha-Jakutien WebSite

  Literatur von und über Tatjana Kutschewskaja

Samstag, 12. Oktober 2013

Sacha-Jakutien | Geschichte | Chronologie



1633-1623 kamen Kosaken, angeführt von Satnik Pijotr Beketoff von Oberlauf der Nischnjaya Tunkuska mittels Überlandtransport durch Tschetschuiskiy zum Tal der Lena.

1628  ein Winterlager wird am Ort der heutigen Stadt Ust-Kut eingerichtet; eine Festung wird innerhalb von drei Jahren gebaut.

1632 Eine befestigte Stadt wird an der Mündung des Flusses Jana gebaut

1632 Gründung der Stadt Jakutsk.

►►► Sacha-Jakutien WebSite

Sonntag, 7. April 2013

Erkenntnisse aus dem Urschlamm

Erkenntnisse  aus dem Urschlamm

5. April 2013 Bernhard Diekmann, für Russland HEUTE
 
Was über die Jahrtausende in die Seen Sibiriens gespült wurde, lässt Aussagen darüber zu, wie sich das Klima verändert hat – und was wir in Zukunft zu erwarten haben.
  
Jakutsk im März 2013. Die Frühlingssonne macht sich bemerkbar bei ostsibirischer Kälte. Es ist für hiesige Verhältnisse nicht mehr extrem kalt (-40 bis -50 °C), sondern nur noch sehr kalt. Sieben russische Forscher unter Leitung der Professorin Ljudmila Pestrjakowa von der Universität Jakutsk und sechs deutsche Geologen von der Forschungsstelle Potsdam 
des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung brechen auf zum Bolschoje-Toko-See im äußersten Südosten der Provinz Jakutien.

Der Weg der beiden vollbepackten Lastwagen führt zunächst über den vereisten Fluss Lena und weiter 600 Kilometer nach Süden. Bei Nerjungri geht es auf die Winterpiste Richtung Osten, 350 Kilometer am Fuß des 2400 Meter hohen Stanowoi-Gebirges. mehr

Mittwoch, 20. Februar 2013

BRRRR! So sehen minus 40 Grad aus!

Jakutsk, Dienstagmorgen um 10 Uhr. Die Sonne blinzelt durch die Wolken. Aber es ist kalt. Unfassbar kalt: minus 42 Grad.

Jakutien (Russland) – Verkehrsschilder verschwinden unter einer dicken Eisschicht, die Tinte im Kugelschreiber gefriert, nur wenige dick vermummte Menschen laufen durch die Straßen von Jakutsk, der Hauptstadt des Kältepols der Welt. Wer kann, bleibt lieber drinnen.

Jakutien: Neue Bilder aus der kältesten Region der Welt
Verträumt, romantisch, schön. Diese Begriffe könnten einem für die Schiffe, die bei Jakutsk in einem Fluss eingefroren sind, einfallen. Wenn es nur nicht so furchtbar kalt wäre.
Foto: Reuters

Die russische Republik Jakutien ist das kälteste bewohnte Gebiet der Erde – in etwa so groß wie die gesamte Europäische Union ohne Großbritannien, Schweden und Finnland. Doch dünn besiedelt - auf dieser Fläche leben nicht einmal eine Million Menschen.

Kein Wunder: In ganz Jakutien ist es so kalt, dass die Erde das ganze Jahr über gefroren ist. Im kurzen Sommer, wenn die Temperaturen manchmal sogar über 30 Grad steigen, taut lediglich eine dünne Schicht an der Erdoberfläche auf. Darunter bleibt der Boden frostig.


Jakutsk im Winter
Ein Klima wie im Gefrierfach: Jakutsk im Winter
Foto: Reuters