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Samstag, 22. März 2014

[36] Erinnerungen - A.J. Uwarowskij || Otto Böhtlingk und Jakutien

Nachdem wir den Dschugdschur hinab-gestiegen waren, trafen wir, bis wir nach Udskoi gelangten, jeden Abend bei unserm Nachquartier eine Flussbucht an und warfen hier drei Fischernetze aus Haar die wir mit uns führten, aus. Am Morgen fanden wir in diesen unseren Netzen zwei oder drei Fische, die Charius (Salmo thymallus) heissen. Dieser Fisch kam uns beim Essen sehr zu statten; wenn er nicht da gewesen wäre, hätten wir auf unserer Reise blosse Grütze mit ranzig gewordener Butter essen müssen.

Auf solche Weise reisend, gelangten wir um die Mittel des Sommers nach Udskoi, Udskoi liegt am linken Ufer eines Flusses, der den Namen Ud führt, in einer Gegend, wo sich das hohe Gebirge neigt und zu einem ziemlich breiten Thale wird.




Freitag, 7. Februar 2014

[35] Erinnerungen - A.J. Uwarowskij || Otto Böhtlingk und Jakutien

Rentier
Das von uns geschossene Thier, das im Sterben auf die Seite gefallen und von dem vorspringenden Stein, auf dem es stand, hinuntergeglitten war, rollte in einen Abgrund hinab, dessen Boden kaum sichtbar war, so dass durch das Getöse vom beständigen Anschlagen der Hörner and die Steine fiel, war, bis es den Boden erreichte, kein Stück vom Körper übrig geblieben.

Auch wird es unser Glück gewesen sein, dass dieses Schaf auf jede Weise vom Steine, auf dem es stand, abglitt und hinunterfiel: wenn es auf seinem Platze stehend verendet wäre, wären wir vielleicht selbst beim Heraufziehen dasselben an seine Stelle in den Abgrund gefallen.